„Die Kunst ermöglicht es, Gedanken und Gefühle in einer Komplexität hervorzurufen, die nur der Betrachter selbst begreifen kann“



Über Johannes Kelsch
Johannes Kelsch begann seine künstlerische Laufbahn ohne klassische Ausbildung. Nach einem Jahr Architekturstudium und vier Semestern Philosophie entschied er sich 2022 für eine Ausbildung im Zierpflanzenbau, die er 2025 abschloss. Parallel entwickelte er autodidaktisch seine künstlerische Sprache, zunächst mit Kugelschreiber- und Bleistiftporträts, später in Kohle, Aquarell, Öl, Acryl und digitalen Arbeiten.
Seine Werke sind stark existenziell geprägt: Themen wie Flüchtigkeit und Vergänglichkeit ziehen sich durch sein Schaffen. Besonders im Mittelpunkt steht für ihn der Mensch – in seiner Lebendigkeit wie auch in seiner Brüchigkeit. Johannes interessiert sich für Gesichter, die Schönheit und Verletzlichkeit zugleich zeigen, deren Ausdruck von innerer Nachdenklichkeit oder unausgesprochenen Geschichten geprägt ist. Er versucht, diese Tiefgründigkeit sichtbar zu machen, ohne die Personen vollständig „zu erklären“.

Ein prägendes Ritual ist das Hinterlassen von Zeichnungen im öffentlichen Raum – Kunst, die Menschen zufällt und ihnen unverhofft begegnet. Gelegentlich hat er seine Arbeiten auch live vor Publikum entstehen lassen.
„Meine Kunst hält fest, was im Verschwinden begriffen ist – Flüchtigkeit, Vergänglichkeit, Mensch.“

Derzeit arbeitet Johannes daran, seine Kunst auch tragbar zu machen – etwa in Form von T-Shirts. Zugleich entstehen Projekte, die existenzielle Tiefe mit lebendiger Farbigkeit und pflanzlichen Motiven verbinden – fast trotzig, gegenläufig zu seiner sonst melancholischen Bildsprache.

